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Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung, die elektrisch oder mit Warmwasser betrieben wird, ist in vielerlei Hinsicht die ideale Lösung. Die von Ihnen gewählte Fußbodenheizung sollte eine effiziente und gleichmäßige Wärmeverteilung über die gesamte Bodenfläche bieten.

Die Oberflächentemperatur des Fußbodens darf 27 °C nie übersteigen. Dies gilt auch für Bereiche in der Nähe von Heizkörpern und -elementen sowie unter Teppichen, Möbeln usw. Bei einer geeigneten Einrichtung mit wenigen oder nicht zu dicken Teppichen ist eine Temperatur von 23 °C auf den freien Bodenflächen angemessen, sodass sich eine Raumtemperatur von ca. 21 °C ergibt. Das setzt natürlich voraus, dass der Raum einen normalen Heizbedarf hat, d. h. dass Dichtungen, Isolierungen, Fenster usw. dem vorgeschriebenen Standard entsprechen. Es sollten besondere Vorkehrungen getroffen werden, damit die Temperatur niemals die Obergrenze überschreitet und die vom Anbieter der Heizanlage empfohlenen Installationsanweisungen befolgt werden.

Warnhinweise

Böden mit Fußbodenheizung reagieren empfindlicher auf Feuchtigkeit als andere Böden. Das hängt damit zusammen, dass der Unterschied im Feuchtigkeitsgehalt zwischen den trockensten und feuchtesten Teilen des Bodens mit der Zeit zunimmt. Fußbodenheizungen können die Austrocknung noch verstärken, sodass sich das Holz zusammenzieht und schrumpft. In einem trockenen, kalten Klima muss damit gerechnet werden, dass sich von Zeit zu Zeit Fugen bilden. Für Böden mit Fußbodenheizung empfehlen wir Kährs Original 15 mm Parkett oder Kährs Linnea 7 mm mit Woodloc®- oder Woodloc® 5S-Verriegelungen. Kährs Original und Kährs Linnea senken das Risiko der Fugenbildung.

Mehrschichtige Holzfußböden aus Buche oder kanad. Ahorn schwinden im Winter mehr und dehen sich im Sommer mehr aus als andere Holzarten.
Fußbodenheizungen führen zu einer zusätzlichen Austrocknung und lassen das Holz somit noch mehr schwinden. Bei einem kalten und trockenen Klima wie z.B. in Skandinavien können deshalb bei diesen Holzarten leichte Fugen im Fußboden entstehen.

Verlegung auf Fußbodenheizung

Ihr Holzboden muss dicht auf dem Unterboden aufliegen. Zwischen Unterboden und Holzboden darf kein Luftspalt entstehen, da dies zu einer raschen Austrocknung des Bodens führen kann.

Beim Verlegen Ihres Bodens auf Fußbodenheizschleifen sollte die Arbeitstemperatur mindestens 18o C betragen. Das gilt für die Dielen, den Unterboden und die Raumtemperatur. Die relative Feuchte (rF) der Luft muss vor, während und nach dem Verlegen des Bodens zwischen 30 und 60 % liegen.

Als Dämmschicht sollte vorzugsweise Pappe zum Einsatz kommen, da PE-Schaumstoff und Korkplatten einen höheren Wärmewiderstand aufweisen.

Weitere Informationen über die Verlegung auf Fußbodenheizungen:
Anforderungen an Unterböden und Fußbodenheizung (pdf)

Besondere Anforderungen bei der Verlegung von Parkett auf Fußbodenheizungen:

• Der Boden muss mit einer wärmeführenden Schicht ausgestattet sein, die die Wärme gleichmäßig
  über die gesamte Fußbodenfläche verteilt, damit nicht an einzelnen Punkten zu hohe Temperaturen
  auftreten.
• Die Oberflächentemperatur muss sich mit hoher Genauigkeit regulieren und begrenzen lassen.
• Die gesamte Bodenfläche muss erwärmt werden. Das gilt jedoch nicht für Komfortheizungen, die zur
  Ergänzung der normalen Heizung vorgesehen sind. Hier sollte die Temperatur an der
  Bodenoberfläche deutlich unter der zulässigen Höchsttemperatur von 27 °C liegen.
• Der Bodenbelag (einschließlich Dämmschicht) muss einen niedrigen Wärmewiderstand haben.
• Die Fußbodenkonstruktion muss eine Dampfsperre enthalten, die möglichst nah am Holzfußboden
  liegt. Wenn die Unterkonstruktion dick oder schwer ist, ist es besonders wichtig, dass die Dampfsperre
  nah am Holzfußboden liegt.Die Dampfsperre darf unter keinen Umständen unter der
  Unterkonstruktion liegen.

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